Schwangerschaft und Bewegung: Los geht’s, Baby! (Zweiter Teil)

Es geht weiter mit unserer Miniserie über Bewegung während der Schwangerschaft. Sollten Sie den ersten Beitrag verpasst haben, können Sie ihn hier, auf der rechten Leiste, gerne nachträglich aufrufen. Versäumen Sie nicht, den Newsletter zu abonnieren, damit Sie keine weiteren Beiträge verpassen können. Viel Spaß beim Lesen.

Aktivitäten, die mit Vorsicht anzugehen sind

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine bestimmte Aktivität während der Schwangerschaft empfehlendwert ist, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Erwägen Sie, diese Aktivitäten zu vermeiden:

  • Gerätetauchen, das Ihr Baby der Gefahr einer Dekompressionskrankheit aussetzen könnte
  • Alle Übungen, die Sie, nach dem ersten Trimester, zwingen flach auf dem Rücken zu liegen
  • Kontaktsportarten, wie Fußball, Eishockey, Basketball und Volleyball
  • Aktivitäten, die dazu führen könnten, dass Sie mit großer Wucht auf das Wasser aufschlagen, wie Wasserski, Surfen und Tauchen
  • Aktivitäten, die ein hohes Sturzrisiko bergen – wie Abfahrtsski, Inline-Skating, Gymnastik und Reiten

Weitere zu vermeidende Aktivitäten sind:

  • Aktivitäten, die bei Ihnen ein direktes Trauma des Unterleibs auslösen können, wie z.B. Kickboxen
  • Übung in großer Höhe
  • Sehr intensives Yoga oder Pilates 

Wenn Sie sich in großer Höhe bewegen, sollten Sie die Anzeichen und Symptome der Höhenkrankheit wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit kennen. Wenn Sie Symptome der Höhenkrankheit verspüren, kehren Sie so schnell wie möglich in eine niedrigere Höhe zurück und suchen Sie ärztliche Hilfe auf.

Gehen Sie nie allein auf lange Spaziergänge ohne das Handy dabei zu haben, und auch den Empfang zu überprüfen, damit Sie im Notfall schnell Hilfe anfordern können. Lange Wanderungen in bergiger Landschaft sind abzuraten, wenn Sie nicht daran gewöhnt sind.

Motiviert bleiben

Es ist wahrscheinlicher, dass Sie sich an einen Übungsplan halten, wenn dieser Aktivitäten beinhaltet, die Ihnen Spaß machen und in Ihren Tagesablauf passen. Beachten Sie diese einfachen Tipps:

  • Finden Sie einen Partner – Das Training kann interessanter sein, wenn Sie die Zeit nutzen, um mit einem Freund oder einer Freundin zu plaudern. Noch besser ist es, die ganze Familie einzubeziehen, sodass alle die Übungen machen oder mit Ihnen Spazieren gehen. Dann macht es bestimmt viel mehr Spaß.
  • Fangen Sie klein an – Sie müssen nicht in ein Fitnessstudio gehen oder teure Trainingskleidung tragen, um in Form zu kommen. Bewegen Sie sich einfach. Versuchen Sie es mit einem täglichen Spaziergang durch Ihre Nachbarschaft oder gehen Sie ein paar Mal bis zum nächsten Lebensmittelladen. Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs, besonders nach unter – hinauf könnte Ihnen schnell die Puste ausgehen, wenn Sie schon im 7. oder 8. Monat sind.
  • Versuchen Sie es mit einem Kurs – Viele Fitnesszentren und Krankenhäuser bieten Kurse an, wie z.B. pränatales Yoga, die für schwangere Frauen konzipiert sind. Wählen Sie einen Kurs, der Ihren Interessen und Ihrem Zeitplan entspricht.

Hören Sie auf Ihren Körper

So wichtig es ist, sich zu bewegen, so wichtig ist es auch, auf Anzeichen für ein Problem zu achten. Hören Sie auf zu trainieren und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Probleme haben:

  • Schwindelgefühl
  • Vaginale Blutungen
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen in der Brust
  • Erhöhte Kurzatmigkeit vor Beginn des Trainings

Weitere Warnzeichen, auf die Sie achten sollten:

  • Aus Ihrer Vagina austretende oder sprudelnde Flüssigkeit
  • Schmerzhafte Gebärmutterkontraktionen, die nach Ruhepausen anhalten
  • Muskelschwäche, die das Gleichgewicht beeinträchtigt
  • Wadenschmerzen oder -schwellung

Eine gesunde Entscheidung

Regelmäßige Bewegung kann Ihnen helfen, die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft zu bewältigen und Ausdauer für die bevorstehenden Herausforderungen zu gewinnen. Wenn Sie nicht regelmäßig Sport getrieben haben, nutzen Sie die Schwangerschaft als Motivation, um damit zu beginnen.

In unseren weiteren Beiträgen in dieser Serie werden wir auf die speziellen Übungen eingehen, die Sie während der Schwangerschaft trainieren können und sollten, soweit Ihr behandelnder Arzt oder Ärztin damit einverstanden ist.

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